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MÜHLE GRAU

Anfangs stark von Landwirtschaft und Handwerk geprägt begann mit der Textilindustrie die Industrialisierung im Filstal. Neben der eindrucksvollen Landschaft wurde das Bild des Filstals besonders von Produktionsstätten der Textilindustrie geprägt. Wie viele Bauwerke der Industrialisierung steht auch die Mühle Grau seit deren Niedergang leer. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr die Mühle Grau noch kurzfristige Umnutzung als Lager für Getreide, Mehl, Zwiebeln, Magermilchpulver und Wolle bzw. kleiner betrieblicher Nutzung. Um die Qualität dieser Brache wiederzubeleben soll die leerstehenden Mühle ein Stück Geschichte des Filstals präsentieren.

Als Abschluss einer städtebaulichen „Kulturachse“ von Rathaus, Musikschule, Volkshochschule und Zehntscheuer fügt sich ein Textilmuseum für das Gesamte Filstal in die Mühle Grau ein. Respektvoll in die historische Substanz integriert erlebt die Mühle eine zweite Renaissance. Der Platz vor der Zehntscheuer fließt in den neuen Museumplatz über und läd neben einem Museumbesuch zum Verweilen am Wasser ein. Von einem Vorhang aus purpurnen Spinnfäden wird der Besucher über eine neue Treppe durch das Museum begleitet. Auf den Unterschiedlichen Geschossen lernen und entdecken die Gäste die Geschichte des Filstals und der Textilindustrie bishin zu einer Maschinenausstellung im Dachgeschoss. Dort endet der „rote Faden“ in einem Webstuhl. Anschliessend führt der Weg über den erneuerten Aufzug wieder in das Erdgeschoss wo die ehemalige Ladezone – als Bistro an das Foyer angeschlossen – zum Kommunizieren anregt.

Jahr

2014

Ort

Süssen, Deutschland

Nutzung

Museum